Frühstück! Für den einen ist es die schnelle Tasse Kaffee zwischen Zähne putzen und Schuhe anziehen. Für andere wiederum ist es eine willkommene Gelegenheit zum Genießen — Frühstücker im Spiegel ihrer Gewohnheiten: 2. Der Im-Stehen-Frühstücker.
6.30: Rrrrring! Weckerklingeln; Bettdecke über den Kopf ziehen; sich taub stellen
6.36: Wecker verfluchen; Schlaf aus den Augen reiben; aufstehen; anziehen
6.38: Elektrische Zahnbürste im Mund, nebenbei den Kaffeevollautomaten anschalten;
im Stehen Schlagzeilen der Tageszeitung überfliegen; Hände am Kaffeebecher wärmen
6.40: Kaffeeduft einatmen; Augen schließen; Glück spüren; trinken – zu viel, zu heiß! Zunge verbrennen
6.41: "Wo sind die verdammten Hausschuhe?" Egal, in Socken zur Haustür. Haustüre öffnen, Morgengold-Tüte schnappen — und wieder schnell rein ins Warme.
6.42: Brötchen aufschneiden, mit Käse belegen. Erster Biss vom ofenfrischen Brötchen: "Mmmh!", Lebensgeister wecken, Aktentasche sortieren
6.47: Kaffee nachschenken; weiter sortieren; zweiter Biss vom Käsebrötchen
6.52: Krawatte binden, Mist – noch mal binden; vorsichtiges Nippen an Kaffeetasse, endlich abgekühlt, großer Schluck Kaffee
6.58: Blick auf die Uhr; erschrecken; Bart Bart sein lassen; dritter Biss vom Käsebrötchen. Kurzer Abstecher zum Schlafzimmer: "Tschüss, muss los! Morgengold-Tüte liegt auf dem Küchentisch."
7.00: Mantel anziehen; hastig Schuhe binden, Schal suchen; letzten Bissen vom Brötchen nehmen; Kaffee austrinken; Mund abwischen; Haustüre leise hinter sich schließen und dabei denken: "Morgen steh' ich 10 Minuten früher auf!"