Michael Derieth, Morgengold-Partner in Köln, über Durchhaltevermögen, Teamerfolg und die Motivation, weiter zu wachsen.
Herr Derieth, welcher Weg führte Sie zu Morgengold und welches Mindset war dabei entscheidend?
Ich hatte schon früh Berührungspunkte mit der Führung eines Unternehmens. 2008 war ich Teil des Gründungsteams der ersten und bis heute marktführenden Zeitarbeitsfirma in Deutschland speziell für Studenten. Schon damals habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Durchhaltevermögen entscheidend ist. Wir wussten schnell: Wenn wir nicht wachsen, nicht erfolgreich sind, dann ist die Firma kaputt. Daraus hat sich letztendlich eine Haltung entwickelt. Ich setze mir ein Ziel, und solange ich nicht angekommen bin, gehe ich weiter. Diese Haltung hat sich auch für den Start als Morgengold-Partner als sehr wertvoll erwiesen.
Sie sind mit Ihrem Betrieb seit 2021 im Gebiet Köln-Nord tätig. Gab es anfangs Herausforderungen? Vielleicht auch Zweifel?
Als wir über drei Jahre nach der Übernahme des Betriebs mit rund 1.000 Kunden noch immer nicht so erfolgreich waren, wie wir es uns vorgenommen hatten, da haben wir uns schon Gedanken gemacht. Machen wir doch nicht alles richtig? Ist Morgengold für kleine Betriebe vielleicht doch nicht so wirkungsstark wie wir dachten? In dieser Situation haben wir interimsweise noch zusätzlich das Gebiet Euskirchen übernommen. Gleiches Team, gleicher Bäcker, und plötzlich sind wir im neuen Gebiet gewachsen. Damit sind wir also selbst den Gegenbeweis angetreten. Das hat richtig Motivation gegeben.
Welche Rolle spielte zu dieser Zeit der Austausch mit anderen Morgengold-Partnern?
Der war sehr wichtig, denn er hat uns darin bestärkt, mit Morgengold die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Ganz salopp gesprochen haben wir uns da gedacht: Die anderen kochen auch nur mit Wasser. Es konnte einfach nicht sein, dass rund 100 andere Franchisepartner besser und schlauer sind als wir. Für uns war es ganz logisch, dass es auch bei uns klappen muss. Es ist einfach eine Frage der Zeit und der Beharrlichkeit. Die Erfolgsgeschichten anderer Partner und die Tatsache, dass andere Betriebe größer und stärker sind als meiner, spornen mich richtig an.

Wann kam dann der echte Wendepunkt?
Mit der Zusammenlegung der Gebiete Köln-Süd und Köln-Nord im November 2025. Mit dann rund 1.600 Kunden haben wir endgültig die Betriebsgröße, die weiteres Wachstum möglich macht. Wir können jetzt wirtschaftlich sinnvoll die notwendigen Strukturen aufbauen, um uns breiter und ausfallsicherer aufzustellen. Darüber hinaus tragen wachsende Strukturen dazu bei, dass ich Prozesse zunehmend delegieren kann, um mir so Freiraum für die Arbeit an und weniger in meinem Betrieb zu schaffen.
Mittlerweile sind Sie selbst im Morgengold-Beirat aktiv.
Ich schätze den Austausch mit anderen Morgengold-Partnern weiterhin sehr. Er gibt gute Impulse und Sicherheit. Gleichzeitig freue ich mich auch riesig, wenn ich jemandem weiterhelfen oder an einer Entwicklung positiv mitwirken kann.
Wie wichtig ist das Team für den Erfolg?
Der Erfolg entsteht aus der Stärke der Gemeinschaft. Generell gibt es mir nicht viel, allein die Nummer 1 zu sein. Ich möchte vielmehr gemeinsam Dinge bewegen und damit erfolgreich sein. Wenn nicht alle mitziehen, hat es der Einzelne einfach schwerer. Meine Partnerin Mona Safarpour stand vom ersten Tag an fest an meiner Seite. Sowohl was ihre Überzeugung von Morgengold als auch ihre operative Mitarbeit angeht. Sie hat alles mit angeschoben. Gleichzeitig ist sie meine größte Kritikerin. Ohne sie stünden wir heute nicht da, wo wir stehen.
Welche Konsequenz hat das für Ihren Führungsansatz?
Meine Verantwortung als Führungskraft sehe ich darin, meine Mitarbeiter in ihrer Aufgabe abzuholen, sie zu motivieren und mitzunehmen. Nach meinem Verständnis von Führung muss der Impuls dafür vom Stärkeren ausgehen. Damit meine ich die Offenheit gegenüber den Mitarbeitern und immer wieder mit ihnen ins Gespräch zu gehen. Die Zeit dafür nehme ich mir – ob für meinen Logistikbeauftragten oder einen 17-jährigen Repräsentanten. Ich will herausfinden, was jemand wirklich braucht, wo er steht und nicht, wo ich ihn gerne haben will. Dazu braucht es einen Perspektivwechsel.

Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Haustürvertrieb gemacht?
Das ist die Königsdisziplin. Ich habe gelernt: Wenn ich es nicht schaffe, an der Tür selbst Begeisterung auszustrahlen, dann bekomme ich auch nichts zurück. Was dagegen wirkt, ist den Morgengold-Service als etwas Wertschätzendes zu begreifen und dem potenziellen Kunden als echte Chance anzubieten. Lachen, positiv sein. Das führt erfolgreich zu Probebestellungen.
Was sind Ihre persönlichen Ziele für die Zukunft?
Im Loslassen will ich noch besser werden. Delegieren, Verantwortung wirklich übertragen und Vertrauen sowohl aufbauen als auch aushalten. Dieser Aufgabe stelle ich mich ganz bewusst. Und noch ein wichtiges Ziel: Wenn wir es mit unserem Betrieb in Zukunft richtig – also ich meine RICHTIG – geschafft haben, dann gibt es ein großes Sommerfest. Da sollen sich dann alle unsere Repräsentanten, Mitarbeiter und Logistikpartner einmal gegenüberstehen und das Gefühl bekommen und feiern, Teil von etwas Großem zu sein.
Mehr über unseren Lieferservice für frische Backwaren erfahren Sie unter morgengold.de
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